Erstes Fazit 1299 ./. V4

Die ersten 1.800 km, führten über Landstraßen, durch Dörfer und einige kurze Abstecher auf der Autobahn. Zeit für eine Zwischenbilanz.
Ich habe die 1299s sehr gern gefahren. Auch und weil es eben so eine Rappelkiste ist. Der V4 Motor läuft deutlich ruhiger. Noch rauher als der 1299 V2 geht ja auch kaum. 1299 Fahrer wollen das nicht hören – vor einem Jahr ging mir das genau so – die 1299 ist keine lahme Ente, aber im Vergleich zur 1299 geht die V4 wie die Hölle! Alter Falter…
Was und wie der Motor die Leistung serviert, ist beeindruckend. Wie schon ein Motorrad Redakteur sagte: da bleibt euch die Spucke weg.
Das Drehzahlband der V4 ist unglaublich. 14.500 U/min, im 6. Gang unvorstellbare 15.000 U/min! Da kann die 1299 nicht mithalten. Auf der anderen Seite reitet die 1299 im Landstrassentempo auf einer Drehmomentwelle, die ihresgleichen sucht.
Die V4 kann auch gesittet, aber nach meinem Empfinden leidet sie an dauernder Unterforderung und fordert, schreit nach mehr. Das kann ich hoffentlich bald auf der Rennstrecke erfahren.
Rein objektiv:
Die 1299 benötigte auf den ersten 1.800 km weniger Zuwendung. Zwei Punkte sind dafür verantwortlich. Zum einen muss die Kupplung bei der V4 sehr häufig entlüftet werden. In nackten Zahlen: 1299 alle 2.500 – 3.000 km, V4 alle 300 – 600 km. Zum anderen funktionierte der Schaltautomat bei Umkehrschaltung nicht zufriedenstellend. Hier musste nachgearbeitet werden.
