Nur fahren. Nicht ganz. Teil I
Assistenzsysteme
Ein paar Tage im Harz. Die ersten Tage ist der Nachwuchs mit den 125er Mopeds dabei. Perfekt zum Einrollen. Das, sowie einige 30er Zonen und ich entdecke den Engine Mode mit reduzierter Leistung und sanfterer Gasannahme für diese Anforderungen. Allerdings geht der Quickshifter etwas ruppig ans Werk.
Zum Quickshifter und den anderen Assistenzsystemen der V4 gibt es unglaublich viel Meinung, gebildet aus unglaublich wenig Sachkenntnis. Das ist jedoch kein Hinderungsgrund, die Meinung wird kundgetan. Hilft leider denjenigen nicht, die Unterstützung benötigen.
Erfahrungsgemäß hilft beim Quickshifter, sofern dieser nicht defekt ist, eine Reifenkalibrierung. Die Reifenkalibrierung, Tire Calibration, wirkt auf jeden Modus individuell. Funktioniert der QS nicht wie erwartet, ein oder zwei Mal die Reifenkalibrierung durchführen und in der Regel ist das Problem behoben. Das war schon bei der 1299 so. Ist im Street Modus durch mich bisher nicht erfolgt. Nachgeholt. Der Quickshifter arbeitet jetzt auch im Street Modus erwartungsgemäß.
Darüber hinaus ist die Reifenkalibrierung bei jeder(!) Veränderung an der Übersetzung durchzuführen. Das gilt für veränderte Reifenquerschnitte wie auch für Änderungen an Ritzel oder Kettenblatt. Damit wird sichergestellt, dass die Assistenzsysteme, z.B. Traktionskontrolle, richtig funktionieren.
Fahrwerk
Grundsätzlich ist meine V4S wie meine Standard V4 ausgelegt. Die Feder des Federbeins ist/war gegen eine Feder mit einer Federrate von 80 N/mm ausgetauscht worden. Die Federn der Öhlins Gabel haben nach dem Umbau nun eine Federrate von 10 N/mm, was etwa der Federrate der Showa Gabel der V4 mit 9,9 N/mm entspricht.
Gleichwohl ist die Grundabstimmung m.E. sehr unterschiedlich. Zeit einfach zu fahren und sich mit dem Fahrwerk der V4S zu beschäftigen. Die Assistenzsystem gehören natürlich auch dazu, jedoch ist hier kein Unterschied zur V4.

